WISSENSWERTES

Ölheizung- ein Auslaufmodell?

Die Ölheizung ist in den letzten Jahren durch Negativwerbung in die Kritik geraten,
doch wir meinen, Öl besitzt zu Unrecht ein schlechtes Image. Fakt ist, dass die Ölheizung über
Jahre hinweg zuverlässig- und meist günstiger als Gas- Wärme liefert. Eine moderne Ölheizung
verbraucht 30%-40% weniger Öl als ein älteres Modell. Öl können Sie bevorraten, dadurch sind
sie ein Stück unabhängig und können den Preis steuern. Eine Heizung ist eine langfristige Investition
und sollte nicht durch Boni oder kurzfristige Prämien beeinflusst werden. Auch wird das Öl voraussichtlich
länger reichen, als wir es brauchen.
Ein Rückblick zeigt: Obwohl der Ölverbrauch in den vergangenen 60 Jahren kontinuierlich angestiegen ist,
haben sich die gesicherten Ölreserven stetig erhöht. 1940 umfassten die bestätigten Welterdölreserven rund
sechs Milliarden Tonnen. 1980 lagen sie bei 88 Milliarden Tonnen, 2000 rund bei 140 Milliarden Tonnen und
Ende 2010 bei rund 217 Milliarden Tonnen.
Hinzu kommen rund 410 Milliarden Tonnen Ressourcen. Das sind nachgewiesene oder geologisch mögliche
Vorkommen, die zwar bekannt sind, aber mit heutiger Technik nicht wirtschaftlich gefördert werden können.
Und es gibt auch immer wieder neue Funde. Zu den bedeutendsten Neufunden der vergangenen Jahre
gehören mehrere Öl-Felder im Südatlantik vor der Küste Brasiliens sowie Vorkommen in Kasachstan und China.

Wieviel Platz braucht ein Öltank?

Der moderne Öltank benötigt in einem Einfamilienhaus nicht mehr als 4 m², daher ist heute keine Extraraum mehr
erforderlich. Noch platzsparender ist ein Erdtank, dann wird im Haus nur noch Platz für Brenner, Kassel und
Regelung gebraucht.

Kann ich meine Ölheizung mit Solar kombinieren?

Die Systeme ergänzen sich optimal und schonen Ihren Geldbeutel. Mit Solarenergie via Kollektoren lässt sich
ca. 60% der Warmwasserbereitung abdecken und werden oft noch von Bund, Ländern und Kommunen gefördert.
Auch andere Kombinationen sind sinnvoll und meist kostengünstiger als ein kompletter Systemwechsel.

Was ist die gesetzliche Bevorratung?

Die Bevorratung von Mineralölprodukten ist in praktisch allen Ländern Westeuropas gesetzlich vorgeschrieben.
Dabei ist genau festgelegt, welche Mineralölverarbeiter und -importeure Pflichtvorräte für den Krisenfall vorhalten müssen.

In der Bundesrepublik Deutschland besteht das „Gesetz über die Bevorratung mit Erdöl und Erdölerzeugnissen“.
Es verpflichtet den Erdölbevorratungsverband (EBV) und die Hersteller von Erdölerzeugnissen zu einer
Reservehaltung für mindestens 90 Tage, um eventuelle Versorgungsengpässe aufzufangen.